Vor dem Hintergrund der sich wandelnden Wissenschaftspolitik in den USA unter der aktuellen US-Administration sieht das IQWiG weitreichende Folgen für die wissenschaftliche Literaturrecherche in Deutschland und Europa. Aufgrund finanzieller und personeller Kürzungen stehe die Option im Raum, dass Informationsangebote, die bisher frei verfügbar waren, kostenpflichtig werden oder gar nicht mehr zur Verfügung stehen. Die derzeit wichtigsten Recherchequellen, für die diese Gefahr gesehen wird, sind die bibliografische Datenbank PubMed und das Studienregister ClinicalTrials.gov.
Das Arbeitspapier soll Handlungsoptionen für einen potenziellen Wegfall von PubMed und ClinicalTrials.gov in einem „Worst Case Szenario" liefern. Dies umfasst zum einen die Nutzung der Bestandsdaten sicherzustellen und zum anderen Alternativen für diese Datenbanken zu identifizieren.
Die Analyse zeige deutlich, dass PubMed und ClinicalTrials.gov zentrale Bestandteile der evidenzbasierten Medizin darstellen. Ihr Wegfall oder eine eingeschränkte Verfügbarkeit würde die Informationsbeschaffung von Studien und damit die Informationsversorgung in Deutschland erheblich beeinträchtigen.
Vor diesem Hintergrund ergebe sich ein dringender Handlungsbedarf, so das IQWiG: