Die grundsätzliche Einstellung zu Impfungen in Deutschland ist positiv: 76,8 Prozent der Befragten gaben an, vom Nutzen von Impfungen überzeugt zu sein.
Angaben in Prozent
| Kategorie | |
|---|---|
| positiv (2024) | 79,2 % |
| positiv (2025) | 76,5 % |
| positiv (2026) | 76,8 % |
Die höchste Zustimmung zu Impfungen findet sich in den Altersgruppen der über 65-Jährigen (82,5 Prozent) sowie der 30- bis 39-Jährigen (75,4 Prozent). Am geringsten schätzen die 18- bis 29-Jährigen den Nutzen von Impfungen ein (72,5 Prozent).
nach Alter
| Kategorie | |
|---|---|
| Gesamtergebnis ohne Filter | 76,8 % |
| 18 - 29 | 72,5 % |
| 30 - 39 | 75,4 % |
| 40 - 49 | 75,2 % |
| 50 - 64 | 75,1 % |
| 65 + | 82,5 % |
48 Prozent der Befragten planen, sich in der aktuellen Herbst-/Wintersaison gegen Grippe impfen zu lassen. 2024 waren es noch 45,5 Prozent, 2025 46,9 Prozent.
Ein gegensätzlicher Trend zeigt sich bei der COVID-19-Impfung: Nur 22,8 Prozent der Befragten planen, sich in dieser Herbst-/Wintersaison impfen zu lassen. 2025 waren es 21,8 Prozent, 2024 noch 27,8 Prozent.
Angaben in Prozent
| Kategorie | Grippe | Covid-19 |
|---|---|---|
| Zustimmung 2024 | 45,5 % | 27,8 % |
| Zustimmung 2025 | 46,9 % | 21,8 % |
| Zustimmung 2026 | 48,0 % | 22,8 % |
39,5 Prozent der Männer gaben an, aktuell über einen Impfschutz gegen Grippe zu verfügen. Bei den Frauen waren es dagegen nur 31,0 Prozent. Auch bei COVID-19 zeigt sich eine Lücke: 41,3 Prozent der Männer haben einen Impfschutz gegen COVID-19, bei den Frauen sind es lediglich 34,4 Prozent. Unterschiede beim Impfverhalten lassen sich auch regional feststellen. Während der Grippe-Impfschutz in Ost und West nahezu gleichauf liegt (West: 35,8 Prozent, Ost: 33,4 Prozent), fällt der Unterschied bei COVID-19 deutlich größer aus: 40,6 Prozent im Westen gegenüber 27,5 Prozent im Osten.
76,5 Prozent der Befragten wissen, dass Apotheken Grippeschutzimpfungen anbieten können. 2024 und 2025 lag dieser Wert noch bei rund 52 Prozent. Fast die Hälfte der Befragten (48,8 Prozent) kann sich vorstellen, sich in einer Apotheke gegen Grippe impfen zu lassen. Dieser Wert liegt bereits seit 2024 auf einem ähnlichen Niveau.
Angaben in Prozent
| Kategorie | |
|---|---|
| Zustimmung 2024 | 52,3 % |
| Zustimmung 2025 | 52,0 % |
| Zustimmung 2026 | 76,4 % |
„Die Apotheken sind die Gewinner unserer Umfrage. 3 von 4 Befragten kennen das Impfangebot der Apotheken. Jetzt gilt es, dieses Wissen in einen echten Präventionsfortschritt zu verwandeln und damit die Apotheken vor Ort als wichtige Gesundheitsinfrastruktur weiter zu stärken. Pharma Deutschland spricht sich dafür aus, Impfangebote möglichst niedrigschwellig zugänglich zu machen und die Bereitschaft der Bevölkerung zu nutzen. Dazu gehören auch Impfungen in Apotheken, Betrieben, eine bessere Erinnerung an anstehende Impfungen und unkomplizierte Terminmöglichkeiten. Entscheidend ist, dass Menschen entsprechend ihrer individuellen gesundheitlichen Situation und Co-Morbiditäten Zugang zu empfohlenen und medizinisch sinnvollen Impfungen haben“, sagt Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin Pharma Deutschland.
Dass ein niedrigschwelliger Zugang zu Impfungen für die Bevölkerung relevant ist, zeigt auch die Frage nach Maßnahmen, die zu häufigeren Impfungen motivieren könnten. 22,3 Prozent nennen Erinnerungen, etwa durch Krankenkassen oder Apps. 17,3 Prozent würden Impfungen an mehr Orten, beispielsweise in Apotheken, motivieren. Ebenfalls häufig genannt werden Kombinationsimpfungen (16,9 Prozent) und spontane Terminvergaben (16,8 Prozent). Mobile Impfteams, etwa am Arbeitsplatz, würden 10,9 Prozent der Befragten ansprechen.
Die Kostenübernahme für Grippeimpfungen ist nicht für alle Erwachsenen einheitlich geregelt. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten grundsätzlich für die von der STIKO empfohlenen Personengruppen. Für gesunde Erwachsene unter 60 Jahren und Kinder, die keiner Risikogruppe angehören, hängt die Kostenübernahme dagegen von der jeweiligen Krankenkasse ab. Einige Kassen bieten die Grippeimpfung als freiwillige Satzungsleistung für alle Versicherten an, andere nicht.
„Menschen sollten Impfangebote wahrnehmen, bevor sie schwer erkranken. Impfungen können Krankheitsverläufe verhindern oder abschwächen, Krankenhausaufenthalte vermeiden und dazu beitragen, dass Menschen gesund bleiben. Diese Entwicklung sollten wir unterstützen und nicht durch politische Entscheidungen erschweren."
Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sieht ab 2027 einen erhöhten Herstellerabschlag von neun Prozent für patentgeschützte Impfstoffe sowie ein Preismoratorium bis Ende 2030 vor. Die Maßnahmen betreffen damit auch die Impfstoffproduktion. Pharma Deutschland sieht darin einen Widerspruch: Wer mehr Menschen für Impfungen gewinnen und Prävention stärken will, sollte die wirtschaftlichen Bedingungen für die Entwicklung und Bereitstellung von Impfstoffen nicht zusätzlich verschlechtern.