05.11.2026, 11:17 Pressemeldung

Grippesaison 2026/2027: Umfrage von Pharma Deutschland zeigt steigende Impfbereitschaft

Wissen um Impfangebote in Apotheken stark gestiegen, Impfbereitschaft bei Grippe deutlich höher als bei Covid.
  • Gesellschaft & Politik
  • Produktion & Versorgung
Autor:innen
Hannes Hönemann, 
Anna Frederike Gutzeit
Die Bereitschaft, sich gegen Grippe impfen zu lassen, steigt in Deutschland seit drei Jahren kontinuierlich. Das zeigen aktuelle Ergebnisse einer repräsentativen Civey-Umfrage im Auftrag von Pharma Deutschland.

Impfungen genießen breite Zustimmung, Männer häufiger geimpft als Frauen

Die grundsätzliche Einstellung zu Impfungen in Deutschland ist positiv: 76,8 Prozent der Befragten gaben an, vom Nutzen von Impfungen überzeugt zu sein.

Einstellung zu Impfungen

Angaben in Prozent

Wie bewerten Sie den Nutzen von Impfungen im Allgemeinen?
79,2 %
76,5 %
76,8 %
positiv (2024)
positiv (2025)
positiv (2026)
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Angaben in Prozent

Kategorie
positiv (2024)79,2 %
positiv (2025)76,5 %
positiv (2026)76,8 %
Civey Umfrage aus den Jahren 2024, 2025 und 2026 im Auftrag von Pharma Deutschland. Stichprobengrösse 2.500 Personen in Deutschland. Statistischer Fehler 3,5 %.
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Die höchste Zustimmung zu Impfungen findet sich in den Altersgruppen der über 65-Jährigen (82,5 Prozent) sowie der 30- bis 39-Jährigen (75,4 Prozent). Am geringsten schätzen die 18- bis 29-Jährigen den Nutzen von Impfungen ein (72,5 Prozent).

Positive Bewertung zum Nutzen von Impfungen

nach Alter

Wie bewerten Sie den Nutzen von Impfungen im Allgemeinen?
76,8 %
72,5 %
75,4 %
75,2 %
75,1 %
82,5 %
Gesamtergebnis ohne Filter
18 - 29
30 - 39
40 - 49
50 - 64
65 +
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nach Alter

Kategorie
Gesamtergebnis ohne Filter76,8 %
18 - 2972,5 %
30 - 3975,4 %
40 - 4975,2 %
50 - 6475,1 %
65 +82,5 %
Civey Umfrage. Zeitraum 26. - 28.10.2026. Stichprobengrösse 2.500 Personen in Deutschland. Statistischer Fehler 3,5 %.
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48 Prozent der Befragten planen, sich in der aktuellen Herbst-/Wintersaison gegen Grippe impfen zu lassen. 2024 waren es noch 45,5 Prozent, 2025 46,9 Prozent.

Ein gegensätzlicher Trend zeigt sich bei der COVID-19-Impfung: Nur 22,8 Prozent der Befragten planen, sich in dieser Herbst-/Wintersaison impfen zu lassen. 2025 waren es 21,8 Prozent, 2024 noch 27,8 Prozent.

Impfbereitschaft Grippe und Covid-19

Angaben in Prozent

Haben Sie vor, sich in dieser Herbst-/Wintersaison gegen Grippe bzw. Covid-19 impfen zu lassen?
45,5 %
27,8 %
46,9 %
21,8 %
48,0 %
22,8 %
Zustimmung 2024
Zustimmung 2025
Zustimmung 2026
Grippe Covid-19
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Angaben in Prozent

KategorieGrippeCovid-19
Zustimmung 202445,5 %27,8 %
Zustimmung 202546,9 %21,8 %
Zustimmung 202648,0 %22,8 %
Civey Umfrage aus den Jahren 2024, 2025 und 2026 im Auftrag von Pharma Deutschland. Stichprobengrösse 2.500 Personen in Deutschland. Statistischer Fehler 3,5 %.
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39,5 Prozent der Männer gaben an, aktuell über einen Impfschutz gegen Grippe zu verfügen. Bei den Frauen waren es dagegen nur 31,0 Prozent. Auch bei COVID-19 zeigt sich eine Lücke: 41,3 Prozent der Männer haben einen Impfschutz gegen COVID-19, bei den Frauen sind es lediglich 34,4 Prozent. Unterschiede beim Impfverhalten lassen sich auch regional feststellen. Während der Grippe-Impfschutz in Ost und West nahezu gleichauf liegt (West: 35,8 Prozent, Ost: 33,4 Prozent), fällt der Unterschied bei COVID-19 deutlich größer aus: 40,6 Prozent im Westen gegenüber 27,5 Prozent im Osten.

Impfangebote in Apotheken sind deutlich bekannter als im Vorjahr

76,5 Prozent der Befragten wissen, dass Apotheken Grippeschutzimpfungen anbieten können. 2024 und 2025 lag dieser Wert noch bei rund 52 Prozent. Fast die Hälfte der Befragten (48,8 Prozent) kann sich vorstellen, sich in einer Apotheke gegen Grippe impfen zu lassen. Dieser Wert liegt bereits seit 2024 auf einem ähnlichen Niveau.

Bekanntheit Grippeschutzimpfung in der Apotheke

Angaben in Prozent

Wussten Sie, dass Apotheken Grippeschutzimpfungen anbieten können?
52,3 %
52,0 %
76,4 %
Zustimmung 2024
Zustimmung 2025
Zustimmung 2026
Daten als Tabelle anzeigen

Angaben in Prozent

Kategorie
Zustimmung 202452,3 %
Zustimmung 202552,0 %
Zustimmung 202676,4 %
Civey Umfrage aus den Jahren 2024, 2025 und 2026 im Auftrag von Pharma Deutschland. Stichprobengrösse 2.500 Personen in Deutschland. Statistischer Fehler 3,5 %.
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„Die Apotheken sind die Gewinner unserer Umfrage. 3 von 4 Befragten kennen das Impfangebot der Apotheken. Jetzt gilt es, dieses Wissen in einen echten Präventionsfortschritt zu verwandeln und damit die Apotheken vor Ort als wichtige Gesundheitsinfrastruktur weiter zu stärken. Pharma Deutschland spricht sich dafür aus, Impfangebote möglichst niedrigschwellig zugänglich zu machen und die Bereitschaft der Bevölkerung zu nutzen. Dazu gehören auch Impfungen in Apotheken, Betrieben, eine bessere Erinnerung an anstehende Impfungen und unkomplizierte Terminmöglichkeiten. Entscheidend ist, dass Menschen entsprechend ihrer individuellen gesundheitlichen Situation und Co-Morbiditäten Zugang zu empfohlenen und medizinisch sinnvollen Impfungen haben“, sagt Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin Pharma Deutschland.

Dass ein niedrigschwelliger Zugang zu Impfungen für die Bevölkerung relevant ist, zeigt auch die Frage nach Maßnahmen, die zu häufigeren Impfungen motivieren könnten. 22,3 Prozent nennen Erinnerungen, etwa durch Krankenkassen oder Apps. 17,3 Prozent würden Impfungen an mehr Orten, beispielsweise in Apotheken, motivieren. Ebenfalls häufig genannt werden Kombinationsimpfungen (16,9 Prozent) und spontane Terminvergaben (16,8 Prozent). Mobile Impfteams, etwa am Arbeitsplatz, würden 10,9 Prozent der Befragten ansprechen.

Die Kostenübernahme für Grippeimpfungen ist nicht für alle Erwachsenen einheitlich geregelt. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten grundsätzlich für die von der STIKO empfohlenen Personengruppen. Für gesunde Erwachsene unter 60 Jahren und Kinder, die keiner Risikogruppe angehören, hängt die Kostenübernahme dagegen von der jeweiligen Krankenkasse ab. Einige Kassen bieten die Grippeimpfung als freiwillige Satzungsleistung für alle Versicherten an, andere nicht.

„Menschen sollten Impfangebote wahrnehmen, bevor sie schwer erkranken. Impfungen können Krankheitsverläufe verhindern oder abschwächen, Krankenhausaufenthalte vermeiden und dazu beitragen, dass Menschen gesund bleiben. Diese Entwicklung sollten wir unterstützen und nicht durch politische Entscheidungen erschweren."
Dorothee Brakmann Hauptgeschäftsführerin

Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sieht ab 2027 einen erhöhten Herstellerabschlag von neun Prozent für patentgeschützte Impfstoffe sowie ein Preismoratorium bis Ende 2030 vor. Die Maßnahmen betreffen damit auch die Impfstoffproduktion. Pharma Deutschland sieht darin einen Widerspruch: Wer mehr Menschen für Impfungen gewinnen und Prävention stärken will, sollte die wirtschaftlichen Bedingungen für die Entwicklung und Bereitstellung von Impfstoffen nicht zusätzlich verschlechtern.

Ihr Kontakt

Hannes Hönemann

Leiter Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Politikwissenschaftler

Anna Frederike Gutzeit

CvD Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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