Eine alternde Gesellschaft, Fachkräftemangel insbesondere im ländlichen Raum, medizinischer Fortschritt und zunehmend fragile globale Lieferketten stellen die Gesundheitsversorgung vor große Herausforderungen. Um auch künftig eine hochwertige und verlässliche Versorgung sicherzustellen, braucht es das Zusammenspiel aller Beteiligten.
Unter dem Titel „Standort Sachsen: Gemeinsam Resilienz in der Gesundheitsversorgung aufbauen“ lädt der Pharma Deutschland Landesverband Ost am 24. November 2026 von 16 bis 18 Uhr zu einer Veranstaltung im Chiaveri im Sächsischen Landtag in Dresden ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, welchen Beitrag Ärzteschaft, Apotheken, Krankenkassen, Kliniken, Pharmaunternehmen und Politik zu einer resilienten Gesundheitsversorgung leisten können.
Ziel der Veranstaltung ist es, die Versorgungssituation in Sachsen aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten, konkrete Handlungsfelder zu identifizieren und gemeinsam Lösungsansätze zu diskutieren.
Nach der Begrüßung durch Daniela Kuge, gesundheitspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, und Dr. Andreas Eberhorn, Landesvorsitzender Ost von Pharma Deutschland, geben Expertinnen und Experten Einblicke in zentrale Bereiche der Gesundheitsversorgung.
Dr. Stefan Windau, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen, spricht über die Perspektiven der ambulanten vertragsärztlichen und psychotherapeutischen Versorgung. Silke Heinke, Leiterin der Landesvertretung Sachsen des Verbandes der Ersatzkassen (vdek), widmet sich der Primärversorgung und der Frage, wie eine gezielte Steuerung Versorgung sichern und Ressourcen entlasten kann.
Die Perspektive der pharmazeutischen Industrie bringt Dr. Dirk Pamperin, General Manager der APOGEPHA Arzneimittel GmbH, ein. Sein Fokus liegt auf einer resilienten Arzneimittelversorgung, der Verringerung von Abhängigkeiten und der Stärkung des Standorts.
Dr. Lutz Boden, Geschäftsführer OTC-Markt bei Pharma Deutschland, beleuchtet die Bedeutung von Gesundheitskompetenz, Prävention und Selbstmedikation für mehr Eigenverantwortung. Wie fachärztliche Versorgung im ländlichen Raum konkret gestärkt werden kann, zeigt Dr. Florian Krause, medizinischer Referent des Vorstands des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden, am Beispiel einer neuen dermatologischen Praxis in Ebersbach.
Im Anschluss an die Impulsreferate kommen die verschiedenen Perspektiven in einer gemeinsamen Diskussion zusammen. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie bestehende Strukturen weiterentwickelt und die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren verbessert werden kann, damit die Gesundheitsversorgung in Sachsen langfristig leistungsfähig und resilient bleibt.
Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr, der Einlass ist ab 15.30 Uhr. Nach der Diskussion lädt der Pharma Deutschland Landesverband Ost ab 18 Uhr zum persönlichen Austausch bei Getränken und Snacks ein.