Ein Schwerpunkt lag auf der Fortführung des dreijährigen Mandats der meisten MSSG‑Mitglieder sowie der Wiederwahl von Professor Karl Broich als Co‑Vorsitzender der Gruppe.
Im Fokus standen unter anderem die Engpässe bei GLP‑1‑Rezeptoragonisten, Visudyne und Zypadhera. Um die Ursachen besser zu verstehen und Gegenmaßnahmen zu prüfen, führte die MSSG Anhörungen mit Herstellern durch und unterstützte regulatorische Schritte zur Stabilisierung der Lieferketten.
Neben der akuten Engpassbewältigung arbeitete die MSSG an der Stärkung der Vorsorge, etwa durch das Monitoring geopolitischer Risiken, der Versorgung mit Antibiotika und den Folgen eingestellter Insulinprodukte. Auch externe Ereignisse wie Hurrikan Helene und deren Auswirkungen auf die Versorgung wurden berücksichtigt.
Der Voluntary Solidarity Mechanism (VSM) wurde sechsmal aktiviert und nach Abschluss der Pilotphase vereinfacht und effizienter gestaltet. Zudem bereitete sich die MSSG auf neue EU‑Gesetzgebungen wie den Critical Medicines Act vor, aktualisierte die Unionsliste kritischer Arzneimittel und verabschiedete eine erste Methodik zur Bewertung von Lieferkettenvulnerabilitäten.
Die Arbeitsgruppen der MSSG erzielten Fortschritte bei der Weiterentwicklung der European Shortages Monitoring Platform (ESMP), der Ausgestaltung des VSM‑Verfahrens sowie der Entwicklung von Präventions‑ und Mitigationsplänen.
Für 2026 plant die MSSG, kritische Engpässe weiter eng zu verfolgen, die Vulnerabilitätsanalyse zu testen und ihre Prozesse an die neuen regulatorischen Anforderungen anzupassen. Die MSSG legt für 2026 den Fokus darauf, kritische Engpässe weiterhin eng zu überwachen, die Vulnerabilitätsanalyse zu erproben und ihre Prozesse an die neuen regulatorischen Vorgaben anzupassen. Zudem wird sie die Mitgliedstaaten bei der Umsetzung des Critical Medicines Act und der neuen EU‑Pharmagesetzgebung unterstützen sowie ihre eigenen Arbeitsabläufe entsprechend erweitern.
Der MSSG Jahresbericht 2025 kann auf der Website der EMA abgerufen werden.