04.02.2026

„Die Vielfalt als Stärke“

Statement von Dorothee Brakmann in der „pharmind“
  • Gesellschaft & Politik
  • Produktion & Versorgung
Autor:innen
Dorothee Brakmann, 
Anna Frederike Gutzeit
Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland, blickt auf 2025 zurück – ein Jahr voller unerwarteter Herausforderungen. Der Beitrag ist in der Fachzeitschrift „pharmind“, Ausgabe 1/2026, erschienen.

Pharma: Deutschland droht der Anschlussverlust

In Deutschland war die gesundheitspolitische Debatte einmal mehr weder von pharmazeutischen noch von medizinischen Themen geprägt. Es ging im Kern um die doppelte Herausforderung, die gesetzlichen Krankenkassen erneut vor dem Kollaps zu bewahren und sie grundsätzlich zu reformieren. Und wie immer in solchen Zeiten reduzierten die Krankenkassen die Arzneimittelversorgung auf ihren Kostenaspekt und versuchten, die Höhe ihrer Ausgaben für Arzneimittel zu skandalisieren.

Diese fast schon folkloristische Art der politischen Kommunikation in eigener Sache hat in der Vergangenheit allzu oft funktioniert – aber leider nur, um Löcher zu stopfen. Echte strukturelle Verbesserungen sind dadurch nicht entstanden. Im Gegenteil. Dass die Arzneimittelversorgung auf diese Art kaputtgespart wird, zeigte sich im Jahr 2025 erneut an den Lieferengpässen, die längst nicht so spürbar wären, wenn es im Basismarkt noch eine gesunde Anbietervielfalt, diversifizierte Wirkstoffhersteller und stabilere Lieferketten gäbe.

Auch 2025 wurden keine Entscheidungen zur Trendumkehr getroffen. Auch 2025 war der Druck auf den Pharmastandort hoch und eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für Pharmaprodukte in Deutschland nicht in Sicht. Mittlerweile nähern wir uns einem Kipppunkt: Über Jahrzehnte hinweg waren wir das Land der Apotheker, der Innovationen und der Qualität in der Arzneimittelherstellung. Doch heute droht uns in zentralen Bereichen der pharmazeutischen Wertschöpfung der Anschlussverlust. Forschungsgelder wandern ab, Zulassungsverfahren dauern zu lange, Produktionskosten steigen und gleichzeitig wächst der Druck, Arzneimittel bezahlbar und schnell verfügbar zu halten. Und die USA mit ihrer konsequenten „America First”-Strategie verschärfen das Problem.

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