15.09.2026, 11:09

Austausch mit Dr. Christos Pantazis: Gemeinsame Ziele für einen starken Pharmastandort

Pharmastrategie, Frauengesundheit und Prävention im Mittelpunkt des Berliner Gesprächs
  • Gesellschaft & Politik
Autor:innen
Nicole Westig
Christian Reichwagen, Nicole Westig und Simone Ahlvers im Gespräch mit Dr. Christos Pantazis MdB (v.l.n.r.)
Wie kann Deutschland seine Arzneimittelversorgung sichern, den Pharmastandort stärken und Prävention wirksam ausbauen? Über diese und weitere Fragen tauschte sich eine Delegation von Pharma Deutschland mit dem gesundheitspolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dr. Christos Pantazis MdB, in Berlin aus.

Eine Delegation von Pharma Deutschland hat sich in Berlin mit dem gesundheitspolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dr. Christos Pantazis MdB, zu aktuellen gesundheitspolitischen Herausforderungen und Perspektiven ausgetauscht. An dem Gespräch nahmen die Regionalbeauftragten Süd und West von Pharma Deutschland, Simone Ahlvers und Nicole Westig, sowie Christian Reichwagen, Vertreter von AstraZeneca und Vorstandsmitglied im Landesverband Nord, teil.

Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Zukunft des Pharmastandorts Deutschland, Fragen der Versorgungssicherheit sowie die Stärkung von Forschung und Produktion in Europa. Dabei zeigten sich große inhaltliche Überschneidungen mit den Positionen von Dr. Pantazis, der als Mitverfasser des SPD-Positionspapiers zur industriellen Gesundheitswirtschaft zentrale Impulse für die Pharmastrategie seiner Fraktion gesetzt hat.

Einigkeit bestand insbesondere darin, dass Deutschland und Europa ihre Resilienz in der Arzneimittelversorgung weiter stärken müssen. Dazu gehören bessere Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung, eine wettbewerbsfähige Produktion sowie verlässliche politische Perspektiven für die pharmazeutische Industrie als Schlüsselbranche der Gesundheitswirtschaft.

Ein weiteres wichtiges Gesprächsthema war die Frauengesundheit. Pharma Deutschland machte deutlich, dass sie als eigenständiger Baustein in einer modernen Präventionsstrategie verankert werden sollte. Bestehende Versorgungslücken dürften nicht durch gesundheitspolitische Entscheidungen zusätzlich verschärft werden. Vor diesem Hintergrund wurden auch mögliche Auswirkungen des geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes auf die Versorgungssituation diskutiert.

Darüber hinaus warb Pharma Deutschland dafür, die Selbstmedikation als wichtigen Bestandteil der Prävention stärker zu fördern. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten bei leichten Erkrankungen in die Lage zu versetzen, eigenverantwortliche Gesundheitsentscheidungen zu treffen. Eine qualifizierte heilberufliche Beratung, beispielsweise in Apotheken, kann dabei unterstützen und zugleich dazu beitragen, die ambulante Versorgung und Arztpraxen zu entlasten.

Der Austausch verdeutlichte die Bedeutung eines kontinuierlichen Dialogs zwischen Politik und pharmazeutischer Industrie, um gemeinsam tragfähige Lösungen für eine moderne, resiliente und patientenorientierte Gesundheitsversorgung zu entwickeln.

Ihr Kontakt

Nicole Westig

Regionalbeauftragte Mitte & West
Landesverbände Nordrhein-Westfalen & Mitte
Zeichenfläche 1