Aktuelle Umfrage: Über 2 Millionen Versicherte in Baden-Württemberg kennen die Elektronische Patientenakte nicht
Mit dem Start der elektronischen Patientenakte (ePA) am 15. Januar 2025 hat das deutsche Gesundheitssystem einen bedeutenden Digitalisierungsschritt vollzogen. Doch eine aktuelle Umfrage von Pharma Deutschland offenbart eine auffällige Wissenslücke: Über 2 Millionen Versicherte in Baden-Württemberg sind über die neue Gesundheitsakte noch nicht informiert.
Eine repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag von Pharma Deutschland zeigt: 74 Prozent der Versicherten ab 18 Jahren in Baden-Württemberg kennen die elektronische Patientenakte. Bei rund 8 Millionen erwachsenen Versicherten in Baden-Württemberg bedeutet die Bekanntheit von 74 Prozent, dass rund 2,1 Millionen Menschen die ePA nicht kennen. Von den deutschlandweit 63 Millionen gesetzlich Versicherten ab 18 kennen rund 15 Millionen die ePA noch nicht.
Dr. Traugott Ullrich, Vorsitzender des Pharma-Deutschland-Landesverbandes Baden-Württemberg, sieht dringenden Handlungsbedarf. „Angesichts der Umfrageergebnisse für Baden-Württemberg muss festgestellt werden, dass es auch einen Monat nach dem Start der ePA noch erheblichen Informationsbedarf gibt. Dass etwa 2,1 Millionen Versicherte in unserer Region über die enormen Chancen, die die ePA für die persönliche Gesundheit und die Gesundheitsversorgung bietet, noch nicht ausreichend informiert sind, muss sich schnell ändern“, erklärt er.
Angesichts der großen Zahl von gesetzlich Versicherten, die die ePA noch nicht kennen, hält der Landesverband Baden-Württemberg von Pharma Deutschland eine differenzierte Informationskampagne für notwendig. Ziel sollte es sein, Versicherte in ganz Baden-Württemberg über die Vorteile der elektronischen Patientenakte aufzuklären und die persönlichen Vorteile zu betonen: Vermeidung von Doppeluntersuchungen, Entlastung von Arztpraxen und mehr Transparenz für Patientinnen und Patienten.